Was ist Diabetes Typ 2

Was ist Diabetes Typ 2?

Zuckerkrankheit mal einfach erklärt

Was ist Diabetes Typ 2? Die Grundlagen

Diabetes Typ 2 ist jetzt schon sehr häufig und breitet sich wie eine Pandemie immer weiter aus.

Als mein Diabetes diagnostiziert wurde, hatte ich keine Ahnung, was das ist und was es bedeutet.

Inzwischen sind in Deutschland rund 10 Millionen Menschen zuckerkrank. Und es werden ständig mehr. Aber du kannst etwas dagegen tun.

Die Zuckerkrankheit, von den Fachleuten als „Diabetes mellitus“ bezeichnet, ist eine sehr schwere Krankheit, die unbehandelt schnell tödlich verlaufen kann. Es gibt im Wesentlichen vier Typen: Diabetes Typ 1, den Typ 2 Diabetes, mit dem ich mich hier beschäftige, und die Typen 3 und 4.

Mehr als 90 % aller Diabetiker haben einen Typ 2 Diabetes.

Die Ursache für Diabetes Typ 2

Diabetes Typ 2 ist eine Erkrankung deines Stoffwechselsystems. Deine Bauchspeicheldrüse produziert zwar noch Insulin, deine Körperzellen können dieses Insulin aber nicht mehr richtig verwerten. Die Mediziner nennen das „Insulinresistenz“.

Das führt auf Dauer dazu, dass nach und nach immer mehr von dem Zucker, der in deinem Blut gelöst ist, deine Adern verstopft. Zuerst werden die kleinsten Äderchen verstopft, in deinen Augen etwa, in deinen Füßen oder in deinen Nieren. Und so geht es immer weiter, bis schließlich auch die größeren Adern verstopfen.

Das Blut fließt nicht mehr richtig, es kommt dadurch zu schwersten Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Ich kenne Fälle, in denen Menschen mit einem schlecht eingestellten Diabetes mit 40 bereits einen Schlaganfall hatten. Damit waren alle Pläne für ein gutes Leben von einem Tag auf den anderen erledigt.

Ebenfalls häufig sind fortschreitende Erblindung, Nierenversagen, Juckreiz und Hautprobleme und nicht mehr heilende Wunden, vor allem an den Füßen (Diabetisches Fußsyndrom genannt).

Das teuflische an dieser Krankheit ist, dass du sie nicht spüren kannst. Sie macht erstmal gar keine Schmerzen. Symptome eines Diabetes Typ 2, wie etwa Durst, häufiges Wasserlassen, Ameisenkribbeln an Händen und Armen, Füßen und Beinen, schlechtere Sehleistung, andauernde Müdigkeit oder schlechtere Leistungen beim Sport und bei Bewegung treten erst nach einiger Zeit auf. Oft werden diese gar nicht richtig beachtet, weil alle Symptome auch andere Ursachen haben können.

Die Diagnose ist sehr einfach und wird über einen einfachen Bluttest nachgewiesen. Mehr dazu findest du in meinem Beitrag zum Thema „Langzeitzuckerwert und HbA1c“.

Eine kleine Reise in deinen Körper: Was macht der Zucker in deinem Blut?

Der im Blut gelöste Zucker (die Blutglucose) ist der entscheidende Energielieferant für deinen Körper. Ohne diese Energie würde dein Körper nicht funktionieren. Deine Körperzellen können durch das Insulin den im Blutkreislauf vorhandenen Blutzucker aufnehmen und nutzen, um Energie für ihre Arbeit zu haben.

Zuckerkrankheit Typ 2

Wenn dieser Prozess durch die Insulinresistenz gestört ist, nehmen deine Zellen entsprechend weniger Energie auf und es bleibt mehr Zucker im Blut. Dadurch entstehen die oben beschriebenen Folgen.

Zunächst mal versucht der Körper, den überschüssigen Zucker im Blut durch den Urin auszuscheiden. Du hast zum Beispiel häufig Durst und musst oft zur Toilette. Da gleichzeitig aber die Energie in den Zellen und Organen fehlt hast du öfter Hungergefühle und neigst dazu, mehr zu essen. Ein schlimmer Kreislauf entsteht.

Plötzliche, unerklärliche Gewichtsabnahme bei gleichzeitigem Durst ist ein häufiges Symptom für einen Diabetes.

Wie kommt der Zucker ins Blut?

Unter anderem durch Albert Einstein wissen wir ja, dass Energie nicht verschwindet. Sie wird nur umgewandelt. Der Körper, dieses unglaubliche Wunderwerk, bezieht seine Energie aus deiner Ernährung, aus dem, was du isst und was du trinkst. Durch den Stoffwechsel wird in Magen und Darm aus deinen Nahrungsmitteln Glucose gewonnen, die als Energielieferant in dein Blut geht. Die Energie, die in deiner Ernährung drinsteckt, wird also zunächst in Zucker umgewandelt und im Blutkreislauf den Zellen zur Verfügung gestellt. Die Zellen nutzen den Zucker, damit sie funktionieren können.

Bei manchen Lebensmitteln, wie etwa dem Haushaltszucker und den Kohlehydraten aus deinem Essen, geht die Zuckergewinnung sehr schnell. Bei anderen Lebensmitteln, wie etwa Fett oder Eiweißen (Proteinen), dauert das viel länger. Wieder andere Bestandteile deiner Ernährung sind die Ballaststoffe, die nur langsam verdaut werden, aber sehr wichtig sind.

Du erkennst das alles zum Beispiel an deinem Sättigungsgefühl. Proteine etwa machen sehr lange satt. Kohlenhydrate dagegen sättigen nicht sehr lange. Auf der Seite zum Thema „Gute Ernährung bei Diabetes“ beschäftigen wir uns ausführlicher damit.

Neben der Energie, die uns unsere Ernährung liefert, gibt es viele weitere lebenswichtige Bausteine, die unser Körper benötigt. Vitamine und Mineralien gehören dazu.

Was passiert mit überschüssiger Energie?

Da ja Energie nicht verschwindet, kann es passieren, dass dein Essen zu viel Energie liefert, die gerade nicht gebraucht wird. Früher haben die Menschen sehr viel Energie gebraucht, etwa weil sie selbst jagen mussten und lange Strecken gelaufen sind. Oder weil sie körperlich sehr anstrengende Tätigkeiten erledigt haben.

Heute benötigen wir viel weniger Energie. Wir bewegen uns zum Beispiel in einem Bürojob deutlich weniger als bei einer körperlichen Arbeit. Andererseits ist unsere Ernährung immer energiereicher geworden. Der zugesetzte Zucker etwa wurde erst so ab dem Jahre 1800 herum hergestellt. Damals begann die Züchtung der Zuckerrübe und die industrielle Herstellung von Kristallzucker.

Wenn wir uns nun wenig bewegen, aber viel Energie mit dem Essen und Trinken zu uns nehmen, muss die Energie ja irgendwo hin. Unser Körper kann dann diese Energie, die als Zucker vorliegt, in Fett umwandeln. Fett kann der Körper dauerhaft in Fettzellen speichern. Im Notfall, wenn dein Körper viel Energie verbraucht und du nichts gegessen hast, wird das Fett wieder in Zucker umgewandelt und kann verbraucht werden.

Zuviel Fett an deinem Körper wirkt wie ein eigenes Organ

Wird der Fettanteil in deinem Körper immer größer kann besonders dein Bauchfett ein Eigenleben entwickeln. Es funktioniert dann fast wie ein eigenes Organ und produziert Botenstoffe (z.B. Hormone) oder kann Entzündungen im Körper auslösen. Es macht dich langsam aber sicher krank. Das nennt man dann das „metabolische Syndrom“.

Zuviel Fett an deinem Körper ist ein häufiger Auslöser von Diabetes Typ 2. Deshalb ist es für die Heilung von Diabetes Typ 2 von entscheidender Bedeutung, das Körperfett zu reduzieren. Um das zu erreichen hast du vor allem zwei Stellschrauben, an denen du drehen kannst. Das ist zum einen deine Ernährung und zum anderen deine körperliche Aktivität.

Wichtig ist, dass du jetzt weißt, wie das grundsätzlich funktioniert. Damit hast du die Möglichkeit, das selbst wieder ins Lot zu bringen und damit deinen Diabetes zu heilen. Denn man weiß inzwischen sehr genau, dass ein Typ 2 Diabetes heilbar ist und wie das funktioniert.

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Wie geht es für dich am besten weiter?

Ein guter Startpunkt ist mein 4-Säulen-Modell für Typ 2 Diabetiker, mit dem du deinen Diabetes Typ 2 heilen kannst. Ganz besonders, wenn die Diagnose weniger als sechs Jahre zurückliegt, ist das die beste Option für dich. Wenn du Fragen hast, schreib mir hier eine Nachricht. Alle Fragen werden von mir beantwortet.

FAQ Was ist Diabetes Typ 2?

Diabetes mellitus Typ 2 ist eine schwere Stoffwechselkrankheit. Unbehandelt führt sie relativ schnell zum Tod oder zu schwersten Folgeerkrankungen. Ein Typ 2 Diabetes ist heilbar.

Häufigste Ursachen für einen Diabetes Typ 2 sind falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht. Er wird deshalb auch oft als eine der Zivilisationskrankheiten bezeichnet.

Ein Diabetes Typ 2 ist oft heilbar, wenn die Krankheit noch nicht länger als etwa sechs Jahre besteht. Dies wurde in der DiRECT-Studie bewiesen. Wie eine Heilung bei Diabetes Typ 2 funktioniert, kannst du hier nachlesen.

Der Ursprung dieses Begriffes stammt aus der griechischen Antike und bedeutet etwa „honigsüßer Durchfluss“. Früher erkannte man Diabetes am süßlichen Urin, daher kommt die Bezeichnung.

Nicht unbedingt. Es gibt z.B. Tabletten, die den Blutzucker senken können. Am besten ist jedoch, wenn du die Chance nutzt, deinen Diabetes Typ 2 zu heilen. Damit verhinderst du die schweren Folgeerkrankungen.


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Titelfoto von Nataliya Vaitkevich. Zucker von MountSoul