Stress erhöht den Blutzuckerwert

Stress erhöht deinen Blutzuckerwert

Krisen machen mir Stress. Inzwischen scheinen wir dauerhaft in einer Krisensituation zu leben. Dabei kommen die Krisen zwar zunächst von außen. Coronapandemie, der widerwärtige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine oder die Klimakatastrophe sind Krisen, die in ihrer Heftigkeit alles in den Schatten stellen, was in den 50,60,70 Jahren vorher passierte.

Krisen bestimmen plötzlich meinen Alltag

Krisen wirken sich aber auch unmittelbar auf unseren Alltag aus. In der Coronapandemie waren es etwa die Lockdowns und die Sorgen um die eigene Gesundheit und die unserer Liebsten. Der Krieg in der Ukraine löste Sorgen vor einer Ausweitung, ja sogar vor einem Atomkrieg aus. Und die Klimakatastrophe bedroht uns auch hier in unserem Land inzwischen unmittelbar.

Die Sturzflut und die Überschwemmungen im Aartal im letzten Sommer oder die Tornados im Sauerland in diesem Monat Mai verwüsteten Teile Deutschlands. Menschen sind mitten unter uns gestorben. Wir waren selbst betroffen und nicht mehr nur weit entfernte Regionen irgendwo auf unserem Planeten.

Der Stress hört gar nicht mehr auf

Äußere Krisen bestimmen mein tägliches Leben immer mehr. Die Sorgen nehmen einfach überhand. Mein Alltag dreht sich nur noch um Krise, Unglück und Sorgen. Ich finde da gar nicht mehr raus. Meine Partnerschaft und meine Freundschaften leider sehr darunter. Das höre ich in meinen Diabetes Typ-2 Workshops immer wieder von meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Gerade in solchen Lebenslagen wird der Stress zum Dauerzustand. Und das ist besonders für uns Diabetiker ziemlich gefährlich.

Warum erhöht Stress den Blutzuckerspiegel

Dauernder Stress erhöht deinen Blutzuckerspiegel dauerhaft. Normalerweise sorgen Stress oder Angst dafür, dass sich dein Körper auf einen Kampf oder eine Flucht vorbereitet. Das ist seit tausenden von Jahren das in deinen Genen abgelegte Notfallprogramm. Der Adrenalinspiegel steigt und der Körper lässt Zucker ins Blut schießen, um genug Energie für Kampf oder Flucht bereitzustellen. Kommt es dann aber nicht zu dem erwarteten Energieabbau durch kämpfen oder durch flüchten bleibt der Zuckerspiegel hoch.

Dauerhafter Stress macht einen hohen Langzeit-Blutzuckerwert

Wird das ein Dauerzustand, bleibt der Blutzuckerwert erhöht. Manchmal funktioniert die gewohnte Therapie dann auch nicht mehr so gut und der Langzeitzucker steigt. Wenn du dir einen steigenden Langzeit-Blutzuckerwert nicht erklären kannst, etwa weil du nichts an deiner Ernährung geändert hast, kann Stress die Ursache dafür sein.

Auch andere Bereiche deines Körpers können stark von Dauerstress in Mitleidenschaft gezogen werden. Ein schwächeres Immunsystem, Denkblockaden, verspannte Muskulatur, erhöhter Blutdruck und sogar Herz-Kreislaufprobleme werden mit Stress in Verbindung gebracht. Was deinen Blutzuckerwert angeht, kannst du auch mal eine Messwoche einschieben. Denn jeder Körper reagiert ganz individuell. Das kannst du gut messen. Alles übers Blutzucker messen und deine Messwoche erfährst du in meinem E-Book. Das kannst du dir ganz einfach hier abholen, kostet dich übrigens keinen Cent.

Was hilft bei Diabetes gegen Stress

Besonders bei Diabetes Typ-2 dreht sich ja sehr viel darum, Gewohnheiten langsam zu verändern. Besser und gesünder essen, mehr Bewegung in den Alltag bringen, das geht nicht von heute auf morgen. Das sind Gewohnheiten, die man nicht sofort und unmittelbar ändern kann. Das sind Aufgaben, die jeden Tag auf der Liste stehen. Schließlich nennt man es ja nicht umsonst „Gewohnheiten“.

Es hat lange gebraucht, bis etwas „zur Gewohnheit“ wurde. Aber wenn man jeden Tag ein bisschen verbessert; summiert sich das nach und nach zu großen Erfolgen. Zentraler Punkt dabei ist, dass du eine starke Motivation hast. Meine Motivation zum Beispiel ist, dass ich mein Leben länger genießen möchte. Ich habe keine Lust auf Herzinfarkte, Schlaganfälle oder bleibenden Schäden an den Augen oder Nieren. Dafür lohnt es sich, jeden Tag etwas zu verbessern.

Stress abbauen kannst du auch zu einer Gewohnheit machen

Mehr Bewegung zum Beispiel ist ein ziemlich guter Stresskiller. Für mich hat es gut funktioniert, mehr Pausen in meinen Alltag einzubauen und diese Pausen mit Bewegung zu verbringen. Einfach mal 15 Minuten laufen oder spazieren gehen, anstatt mich nur meinem Smartphone zu widmen, bringt mir schon ziemlich viel. Erstens verbrauche ich Energie und senke damit meinen Blutzuckerwert. Zweitens komme ich, anders als bei der Beschäftigung mit meinem Smartphone, mal auf ganz andere Ideen und Gedanken.

Beim Spaziergang kann ich einen Blick auf eine andere Umgebung werfen oder meine Gedanken neu sortieren. Auch das hilft gut gegen Stress und dabei, meinen Blutzuckerspiegel zu senken. Manche Krankenkassen bieten übrigens kostenfrei verschiedene Möglichkeiten an, mit Stress besser umzugehen. Ein Beispiel findest du bei der Techniker Krankenkasse hinter diesem Link.

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Bildnachweis Titelfoto von Yahul Radav

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