Jamie Oliver: Die Zutat gegen Dikabetes und Übergewicht

Die wichtigste Zutat gegen Diabetes und Übergewicht, die überhaupt nichts mit Essen zu tun hat.

Diabetes und Übergewicht: Dagegen hilft eine Zutat ganz besonders. Gerade habe ich mir im Spiegel ein Interview mit dem englischen Koch, Autor und Restaurantbesitzer Jamie Oliver durchgelesen. Darin wird unter anderem beschrieben, welchen Anfeindungen Jamie ausgesetzt war, als er sich Anfang der 2000er Jahre für frischeres und gesünderes Essen in der Schule eingesetzt hat. Sein Programm hat er „Feed me better“ genannt (übersetzt etwa „Ernähre mich besser“). Der Grund für sein Engagement lag in der bedrohlichen gesundheitlichen Entwicklung der englischen Schulkinder. Inzwischen ist jeder vierte Erstklässler in England stark übergewichtig (adipös). In Deutschland ist es auch nicht wirklich viel besser. Hier sind nach Zahlen der letzten KiGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) 15,4% der Kinder zwischen 3 und 17 Jahren übergewichtig oder sogar fettleibig. Gründe für besseres Essen gibt’s also genug.

Wo die Übergewichts-Epidemie herkommt

Die modernen Industrieprodukte sind in vielen Fällen nicht gesund, einfach nicht gut für meinen Körper. Zumal sie oft „nebenbei“ gegessen werden, während aufs Smartphone gestarrt wird oder der Fernseher läuft. Da merkt man dann gar nicht, wann man eigentlich satt ist. Und die Menge an Nährstoffen ist unglaublich hoch. Ein einziges Mc-Donald-Menü kann locker mehr als 1500 Kalorien haben. Und die merkt man noch nicht mal richtig. Das kann für einen schwer körperlich arbeitenden Menschen vielleicht noch funktionieren. Aber wenn man, wie ich, einen Bürojob hat ist das der Nährstoff-Overkill.

Übergewicht ist da zwangsläufig

Viel zu viele Kalorien essen, wenig Bewegung den ganzen Tag über, das sind die Zutaten, die fette Kinder machen. Und wir Erwachsenen sind doch nicht besser.

Was Jamie sagte

Im Interview mit dem Spiegel hat Jamie Oliver das ganze Problem wunderbar auf den Punkt gebracht. Er sagte: „Tatsache ist, dass Fettleibigkeit die normale Folge unnormaler Verhältnisse ist. Demokratie heißt Wahlfreiheit. Die ist in diesem Fall aber trügerisch. Wenn ich nur zwischen ungesund und ungesund wählen kann, bekomme ich ungesund. Nehmen Sie »Convenient Food« (wörtlich übersetzt: bequemes Essen – d. Red.). Klingt toll. Und ja, ist vielleicht bequem. Aber solche industriell verarbeiteten Lebensmittel verlängern nicht unser Leben, eher im Gegenteil. Oder haben Sie sich mal gefragt, warum all die schönen Sonderangebote – zwei zum Preis von einem – in aller Regel für Schokoriegel und nicht für Sellerie gelten? Wenn ein Großteil der verkauften Lebensmittel voller Salz, Fett und Zucker steckt, bekommt man eine kranke Gesellschaft, die den ultimativen Preis dafür zahlen muss.“

Sagte der Fernsehkoch, der es von Berufs wegen wissen muss. Der ultimative Preis, der ist das eigene Leben, das man auf diese Weise kaputt macht.

Was passierte, als Jamie das ändern wollte

Als Jamie seine Initiative „Feed me better“ in Schulen vorstellte, gab es Eltern, die ihren Kindern „Junkfood“ über den Zaun warfen, Würstchen, Pommes und so weiter. Weil sie dachten, man wolle ihren Kindern „leckeres Essen“ verbieten. Das war zwar völliger Quatsch, brachte aber das Problem auf den Punkt: Wenn man etwas nicht ändern will, dann kann man es auch nicht ändern. Genau so ist es mit Übergewicht oder mit Diabetes. Wenn man es nicht wirklich loswerden will, wird man es auch nicht los. Ich persönlich habe lange gebraucht, um das zu verstehen. Erst als ich den Schalter zwischen meinen Ohren umgelegt habe, hat es funktioniert. Und das allerbeste ist: Es geht nicht um irgendwelchen Verzicht. Mein Essen ist super lecker. Mit wenigen Änderungen und mit viel bewussterem Umgang mit meiner Ernährung habe ich mein Leben verbessert.

Die entscheidende Zutat ist, es zu wollen.

Die entscheidende Zutat für deinen Kampf gegen Diabetes ist, deinen Schalter umzulegen. Nur wenn du es wirklich willst, gesünder zu leben, nur dann kannst du es schaffen. Du kannst deinen Diabetes bezwingen. Ein spannenderes Leben haben, in dem du noch so viel tolle Sachen erleben kannst. Fang einfach JETZT damit an. Hol dir hier meinen Newsletter und das E-Book „Blutzucker messen“. Kostet dich keinen Cent. Aber es kann dein Leben verändern. Die Rezepte von Jamie Oliver mag ich übrigens richtig gerne. Besonders hat es mir seine gesunde Küche in 15 Minuten angetan (siehe das Foto oben). Hier kannst du es dir kaufen.

Die Studie KiGGS vom Robert-Koch-Institut findest du hier.

Bildnachweis Titelbild: Foto von Michi Wangard

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